Fördern & Fordern

AUFHOL-Jagd in den Sommerferien 2016 - Englisch

Manchmal stellt man fest, dass einige Schülerinnen und Schülern am Ende der Klasse 5 deutliche Lücken im Fach Englisch oder Mathematik aufweisen. Diese „Baustellen“ sollten so bald wie möglich beseitigt und aufgearbeitet werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Lernfortschritt und –erfolg ansonsten in der Jahrgangsstufe 6 deutlich gefährdet sein kann. 

Wir wissen, dass mit einem Wechsel auf die weiterführende Schule eine erhebliche Umstellung verbunden ist. Oftmals muss der Lernalltag erst einmal neu strukturiert werden. Daher haben wir in den letzten Jahren die AUFHOL-Jagd für die oben genannten Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 für die Fächer Englisch und Mathematik durchgeführt.

  1. Als eine erste Hilfe werden alle Inhalte aufgelistet, mit denen die Schülerin bzw. der Schüler noch Probleme hat, damit diese gezielt wiederholt werden können. Übungsmaterialien werden ebenfalls benannt.
  2. Zusätzlich vermitteln wir auf Wunsch als Schule auch Nachhilfe durch Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 oder EF. Diese Lerncoaches sollen (natürlich unter Berücksichtigung eventueller Urlaubspläne) zu Beginn und zum Ende der Ferien intensiv, d.h. mehrmals die Woche oder gar täglich, mit der Schülerin bzw. dem Schüler arbeiten. Ab Beginn des Schuljahres sollte diese Arbeit dann möglichst regelmäßig und nach Bedarf bis zu den Herbstferien fortgesetzt werden. Die Lerncoaches werden von den Fachlehrern unterstützt und beraten, damit die AUFHOL-Jagd gezielt und an individuelle Bedürfnisse angepasst erfolgen kann. Mitunter ist es auch möglich, Lerngruppen von max. 2-3 Schülern zu bilden.

Das SchlaufuchsprojekDer Schlaufuchst

für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6

  • Die Schüler/innen arbeiten freiwillig zu einem selbstgewählten Thema in einem Nebenfach.
  • Sie erstellen im 2. Halbjahr eine schriftliche Ausarbeitung zu diesem Thema.
  • Die Fachlehrerin/Der Fachlehrer gibt Tipps.
  • Die Arbeit geht zu einem kleinen Teil in die Fachnote ein, die Teilnahme am Schlaufuchsprojekt wird auf dem Zeugnis vermerkt.
  • Die Arbeit wird ausgestellt (s. Kästen neben der Schulbuchausgabe).

Tipps für interessierte Schülerinnen und Schüler:

  1. In welchem Fach möchte ich mich zu einem selbstgewählten Thema informieren?
  2. Welches Thema interessiert mich?
  3. Die Suche nach Informationen beginnt (Bibliothek, Internet …).
  4. Ich stelle die Informationen so zusammen, dass ich am Ende eine Gliederung Diese Gliederung bespreche ich mit der Fachlehrerin/ dem Fachlehrer.
  5. Jetzt wird es ernst! Entsprechend der Gliederung verfasse ich zu jedem Unterpunkt mit Hilfe meiner Quellen einen Text. Ich schreibe zunächst vor (mit Bleistift oder mit dem Computer). Diese Ausarbeitung lasse ich von meiner betreuenden Lehrperson lesen und bekomme eine Rückmeldung.
  6. Der fertige Text wird auf weißen DIN A4- Blättern erstellt (handschriftlich oder mit dem Computer). Damit man bei der Ausstellung auch etwas lesen kann, schreibe ich groß
  7. Spätestens drei Wochen vor den Sommerferien gebe ich den Text für mein Schlaufuchsprojekt ab, so kann meine Teilnahme noch auf dem Zeugnis berücksichtigt werden.

Fordern und Fördern

Auch wenn die Erprobungsstufe erfolgreich abgeschlossen wurde, stellt die Mittelstufe für viele Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung dar. Dies ist zu einem dem höheren Lernfortschritt geschuldet, zum anderen muss ihrer persönlichen Entwicklung, die in dieser Zeit durch die Pubertät geprägt ist, Rechnung getragen werden.

Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer halten deshalb innerhalb ihrer Fächer und ihres Unterrichts verschiedene, individuelle Förder- und Forderangebote bereit. Darüber hinaus bietet die Sommerschule die Möglichkeit, einzelne Defizite gezielt aufzuarbeiten.

Die Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrer treffen sich darüber hinaus mindestens einmal im Halbjahr, um sich im Rahmen der Beratungskonferenzen über die Entwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler auszutauschen.

Sollten Defizite oder Lernschwierigkeiten auftreten, erstellen die FachlehrerInnen und Koordinatoren zusammen mit Schülerinnen und Schülern sowie deren Erziehungsberechtigten einen individuell auf die Schülerin oder den Schüler abgestimmten Lern- und Förderplan, der in entsprechenden Abständen evaluiert wird.

Besonders begabte Schülerinnen und Schüler werden ebenfalls im Rahmen der Lernpläne gefördert. Ergänzend bieten wir die Teilnahme an zusätzlichen Seminaren und Veranstaltungen, auch in Kooperation mit außerschulischen Partnern, an (z. B. Juniorakademie des Landes NRW).


„Lernen lernen“ in drei Kapiteln

In der Reihe Planet Schule (Dein Gehirn) werden einige Tipps zum Lernen genannt. Darüber hinaus finden Sie viele Tipps zum Lernen lernen auf folgender Internetseite: http://www.pohlw.de/lernen/kurs/

  1. Konzentriere dich!
  • Konzentration fällt nicht immer leicht. Man braucht dann Selbstdisziplin, um sich zu konzentrieren. Hilfreich dabei ist, wenn man sich langfristige Ziele vor Augen führt, die einen auch dann motivieren können, wenn das aktuelle Thema oder die Aufgabe, die gerade zu lösen ist, nicht interessant erscheint.
  • Um es sich mit der Konzentration nicht unnötig schwer zu machen, sollte man Ablenkungen vermeiden. Der Arbeitsplatz sollte ruhig sein und ohne „Versuchungen“ (Handy, Spiele…).
  • Stress kann ein echter „Konzentrationskiller“ Wenn mein Gehirn mit einem anderen Thema (ungute Gefühle, Versagensängste) sehr beschäftigt ist, reist mich dies immer wieder aus der Konzentration heraus. Da hilft es nur zu versuchen, diesen „Konzentrationskiller“ abzustellen.
  • Gute Gefühle helfen uns, uns zu konzentrieren.
  • Auch Müdigkeit kann ein echter „Konzentrationskiller“ sein. Da hilft nur eine (kurze) Pause. Wenn ich lange gearbeitet habe, geht gar nichts mehr. Dann ist es sinnvoll sich zu erholen und erholt effektiv und konzentriert weiter zu arbeiten.
  1. Lerne!
  • Lernen verändert Gehirnzellen, die Informationsübertragung wird so besser und schneller.
  • Wir können unser Gehirn beim Lernen unterstützen: Pausen und ausreichend Schlaf sind für effektives Lernen wichtig.
  • Stress und negative Gefühle sind schlecht fürs Lernen. Wenn ich mit Angst lerne, wird es schwieriger das Gelernte anzuwenden.
  • Unser Gehirn lernt gern: Verstehen und erfolgreich lernen macht glücklich.
  • Stumpfes Auswendiglernen mag unser Gehirn nicht. Wenn ich selber aktiv werde (Vokabeln schreiben, Lernplakate erstellen), bleibt der Stoff besser hängen.
  1. Erinnere dich!
  • Beim Erinnern arbeiten Nervenzellen zusammen und ein bestimmtes Muster der Zusammenarbeit wird wiederbelebt.
  • Je mehr Wiederholungen, je aktiver das Lernen, desto besser funktioniert das Erinnern.
  • Erst nach vielen Wiederholungen (Training) werden im Gehirn stabile Verbindungen aufgebaut und das Gelernte ist sicher im Langzeitgedächtnis verankert.

 

Wie krieg ich bloß die 4 im Hauptfach weg

Sommerschule am Werner-von-Siemens-Gymnasium Gronau

Seit August 2015  bietet unser Gymnasium leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern der Klassen 6 bis 8 die Möglichkeit, zum Ende der Sommerferien an sieben Werktagen Wissenslücken in wichtigen Fächern zu schließen. Der Sommerschulkurs umfasst 14 Schulstunden, also eine Doppelstunde pro Tag in einem Fach. Ein solcher Kurs kostet 145,- Euro.

In der Sommerschule verfolgen wir das Prinzip Schüler helfen Schülern. Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen EF, Q1 und Q2 den jüngeren Schülern mit Leistungsschwächen während der Sommerferien Nachhilfeunterricht anbieten, um für diese Schüler eine bessere Grundlage für das darauffolgende Schuljahr zu schaffen.

Wir wollen Nachhilfekurse in den Fächern Mathematik, Englisch, Französisch und Latein für Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 8 als Einzelunterricht (ein „Nachhilfelehrer“ auf einen Schüler) anbieten. Diese Schülerinnen und Schüler müssen die Versetzung geschafft haben und stehen in einem der oben genannten Fächer „ausreichend“ (4+ bis 4-).

Sowohl der „Nachhilfelehrer“ als auch der Nachhilfeschüler können sich über die Ferien das entsprechende Lehrbuch ausleihen. Die Fachlehrer geben den jeweiligen „Nachhilfelehrern“  besondere Hinweise.

Für die Teilnahme an der Sommerschule erhalten die Eltern der in Frage kommenden Schülerinnen und Schüler Ende Mai einen Brief der Schule, in dem abgefragt wird, ob Interesse besteht, dieses Angebot anzunehmen.

Mehr unter Angebote


 

Tipps zum Lernen an der neuen Schule

   

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die beim Lernen helfen. Tipps gegen vergessene Hefte und Hausaufgaben und für erfolgreiche Klassenarbeiten...

1. Eine neue Herausforderung: Schultasche packen 

Am Tag vorher mit dem Stundenplan für jede einzelne Stunde Bücher, Hefte, Mappen, andere Materialien (s. Hausaufgabenheft), Sportsachen zurechtlegen.

Tipp: Jedes Fach bekommt eine andere Farbe (Heftumschlag, Mappe).
Tipp: Stundenplan laminieren! Mit wasserlöslichem Stift beschreiben, damit Änderungen schnell notiert werden können.

·         Tasche regelmäßig entleeren.
          Nur die nötigen Materialien einpacken.

·         Die ersten Tage gemeinsam packen.
          In größer werdenden Abständen unterstützen.

 2. Zwei wichtige Hefte: Das Mitteilungsheft und das Hausaufgabenheft

Das Mitteilungsheft macht eine schnelle Verständigung möglich.

Eltern → Schule: 
Entschuldigungen, Beurlaubungen, Mitteilungen an die Lehrer

Schule → Eltern:
Termine, Stundenplanänderungen, 
Empfangsbestätigung, Kurzmitteilungen zu Verspätungen, fehlenden HA und Fehlverhalten → Müssen von den Eltern abgezeichnet werden!


Das Hausaufgabenheft richtig eingesetzt hilft beim

Alle HA und mitzubringenden Materialien eintragen.
Möglichst eintragen am Tag, an dem die HA oder Materialien bereit liegen müssen.

 3. Jeden Tag eine Herausforderung?  Die Hausaufgaben (HA)

Jeden Tag 60 Minuten sind für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 zulässig.
Keine HA bei Nachmittagsunterricht zum folgenden Tag.
Bei der Zeiteinteilung helfen.
Regelmäßigkeit schaffen. Eigenständigkeit fördern.
Üben, üben, üben... (Dies gilt vor allem für die Vokabeln.) 

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4. Der Ernstfall: Klassenarbeiten

Frühzeitig anfangen zu üben (eine Woche vorher) 
Neue Inhalte brauchen Zeit, wenn sie „sitzen" sollen.
Lernen organisieren: Das muss ich auswendig wissen, jenes anwenden können...
Aufgeregt? Das ist normal!