TOP-Diagnostik in der Lernberatung

 

Die TOP-Diagnostik ist ein wissenschaftlich fundierter Online-Test, mit dem getestet wird, wo ein Schüler/ eine Schülerin Stärken hat und welche Lernprobleme genau bestehen, z.B. Angst vor oder in Klassenarbeiten, fehlende Lernmotivation oder fehlende Anstrengungsbereitschaft oder Anderes.

Was bedeutet TOP-Diagnostik? - Inhalte des Tests - Wann ist ein Test sinnvoll? - Verfahrensablauf

Was bedeutet TOP-Diagnostik?
  • Diese Diagnostik beschreibt die Art, wie ein Schüler/ eine Schülerin v.a. in Bezug auf Lernen handelt. Sie basiert auf der umfassenden Persönlichkeitstheorie von Prof. Julius Kuhl, Osnabrück. Die von uns verwendete Testvariante beschränkt sich auf die Anteile, die dem betroffenen Menschen selbst zugänglich sind, wenn er darüber nachdenkt.
  • Die Diagnostik wird als Online-Test (Fragebogen) vom Impart-Institut in Osnabrück durchgeführt; der Test dauert ungefähr 45 Min, er kann unterbrochen werden. Der Test kostet 30 €, die von den Eltern zu tragen sind.
  • Das Impart-Institut ist ein wissenschaftlich anerkanntes Institut; seine Tests sind im Vergleich zu anderen Persönlichkeitstests sehr kostengünstig. Auch das Institut für Hochbegabungsforschung an der Universität Münster, das ICBF, arbeitet mit Tests von Impart.
  • Das Zertifikat, Tests zu bestellen, zuzuweisen, auszuwerten und zu besprechen haben zurzeit am WvSG als Lernberaterinnen Frau Dr. Bickmann, Frau Suilmann und Frau Blöbaum.
  • Die Daten der Testteilnehmer sind über das Impart-Institut nach der aktuellen Europäischen Datenschutz-Grundverordnung geschützt. Sie werden nur dort gespeichert.
Inhalte des Tests:
  • Das Feststellen der Grundmotive des Handelns, frei nach dem Motto: „Jeder hat etwas, was ihn antreibt.“ Diese sind: Anschluss / Beziehung; Leistung/ Herausforderung; Einfluss / Verantwortung; Selbstverwirklichung/ Freiheit.

Bsp.: Warum gehst du zur Schule: Um deine Freunde zu treffen, um etwas Neues zu lernen, um in der SV oder der Klasse etwas zu sagen zu haben, um dich als Mensch weiter zu entwickeln?

  • Die Beschreibung der Art, wie jemand diese Grundmotive umsetzt: z.B. mit souveränem Überblick oder genial geplant oder mit Spaß daran, einfach zu handeln, oder mit dem kritischen Blick für verbesserungswürdige Details.

Dabei kommt natürlich gut in den Blick, woran es evtl. hakt, z.B.: Jemand hat tolle Pläne, setzt sie aber nicht um; jemand grübelt nur über Fehler und Probleme und lähmt sich dadurch selbst; jemand handelt gerne und ist super engagiert – aber nur, solange es nicht schwierig wird…

  • Die Beschreibung wichtiger Kompetenzen der Selbststeuerung, z.B. Fähigkeit, sich selbst zu motivieren; Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen; Fähigkeit, auch unter Stress das Gefühl für sich selbst zu behalten; Fähigkeit mit Misserfolg umzugehen; Fähigkeit, auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben; Konzentrationsfähigkeit. Diese Kompetenzen kann man gezielt trainieren, deshalb ist es wichtig, zu wissen, wo genau angesetzt werden kann.
Wann ist der Test sinnvoll?
  • Wenn ein Veränderungswunsch auf Seiten des Schülers/ der Schülerin besteht oder Hoffnung besteht, dass ein solcher geweckt werden kann.
  • Wenn unklar ist, warum ein Schüler/ eine Schülerin Lernprobleme hat, woran es liegt, dass bisherige Maßnahmen nicht fruchten, wo sich jemand selbst im Wege steht.
  • Wenn zwischen der geäußerten Selbstwahrnehmung des Schülers/ der Schülerin und den Eindrücken der Eltern oder Lehrer/-innen Unterschiede bestehen.
  • Wenn es sinnvoll erscheint, dem Schüler/ der Schülerin deutlich („wissenschaftlich objektiv“) vor Augen zu führen, worin seine / ihre Lernprobleme begründet sein könnten.
  • Der Test allein bewirkt keine Veränderung, ist also nur mit sorgfältiger Abwägung einzusetzen; es muss darauf folgen, dass aktiv an einer Veränderung gearbeitet wird. Aber er kann z.B. dazu beitragen, dass in Zukunft die Nachhilfe besser greift, weil andere Faktoren verändert werden.
Verfahrensablauf:
  • Überlegung eines/-r Lehrers/-in, dass eine genauere Diagnostik für Schüler/-in XYZ sinnvoll sein könnte; Besprechung in Beratungskonferenz o. mit Stufenkoordinator/-in
  • Gespräch des/ der Klassenlehrers/ -lehrerin mit den Eltern und dem Schüler / der Schülerin; Information über Wahrnehmungen und Überlegungen; Vorschlag der Diagnostik; Information über die Kosten; Übermittlung einer Mailadresse der Eltern
  • Telefon- oder Mailkontakt der Lernberaterin mit Eltern; wenn nötig, weiteres persönliches Gespräch; Kostenklärung
  • Online-Durchführung des Tests durch den Schüler/ die Schülerin
  • sobald der Test abgeschlossen ist, kann die Lernberaterin die Testdaten online abrufen
  • Auswertungsgespräch mit dem Schüler / der Schülerin, je nach Absprache allein oder mit den Eltern, evtl. auch mit Klassenlehrer/-in oder Stufenkoordinator/-in
  • dabei kann dann besprochen werden, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden können, um bestimmte Sachverhalte zu ändern