Facharbeiten in der Q1

Die Facharbeit

  • Grundsätzliches zur Facharbeit

    Die Facharbeit ist eine eigenständige und forschende Arbeit in einem begrenzten Sachgebiet / einer Fragestellung zu einem Teilbereich eines Unterrichtsfaches, begrenzt auf einen Zeitraum von ca. 6 Wochen (2018: Februar bis März) und eine maximale Seitenzahl von 12 Seiten.

    Nach der Wahl und Zuweisung des Unterrichtes erhält jede Schülerin/jeder Schüler einen sogenannten Laufzettel, auf dem die Gespräche mit der betreuenden Lehrkraft über das Thema, fachspezifische Fragen etc. kurz dokumentiert werden.

    Aufbau und Gliederungen von Facharbeiten sollten Ihnen aus dem Unterricht im Fach Deutsch in der Jahrgangsstufe EF bekannt sein. Gleiches gilt für das Anlegen eines Literaturverzeichnisses und die Zitiertechnik.

    Sofern Ihnen die Methoden der Materialrecherche noch nicht geläufig sein sollten, sprechen Sie diese im jeweiligen Fach noch einmal an (Bibliotheken mit Schlagwortkatalogen und alphabetischen Katalogen, Literaturverzeichnisse in Werken zur gleichen oder ähnlichen Thematik, insbesondere dann, wenn diese Werke jüngeren Datums sind; die Internetrecherche mit Suchmaschinen).

    Verlassen Sie sich für die Materialrecherche nicht nur auf das Internet. Oft fällt es schwer, gutes Material von schlechtem oder sogar falschem zu unterscheiden (achten Sie darauf, um welche Art von Internetquellen es sich handelt, z.B. haben Diplomarbeiten in der Regel einen höheren Wert als Texte aus Schülerforen und Hausaufgabenhilfen). Gute Alternativen bieten die umliegenden Bibliotheken mit ihren Schlagwortkatalogen und alphabetischen Katalogen oder z.B. der direkte Weg zu den Universitäten.

  • Aufbau

    Jede Facharbeit muss über ein Deckblatt verfügen:
       Beispiel

    'Titel der Facharbeit'

    Facharbeit im Fach [XY]

    Kursbezeichnung:...

    Kurslehrer/in

    Vorgelegt von N.N. Gronau, im [Monat] [Jahr]

    An das Deckblatt schließt sich das Inhaltsverzeichnis an. Die entsprechenden Gliederungskennzeichnungen und Überschriften müssen in der Facharbeit wieder auftauchen. Am rechten Rand der Seite stehen die entsprechenden Seitenangaben untereinander.
    Dem fortlaufenden Text beigefügte Materialien (Abbildungen, Tabellen, Skizzen etc.) werden in die Seitenzählung einbezogen, zählen aber nicht zu geforderten Umfang der 10-12 Seiten. Dasselbe gilt für einen eventuellen Anhang.

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt                   Seite 
     0 Einleitung  1
     1 Erster Hauptaspekt des Hauptteils  1
     2 Zweiter Hauptaspekt des Hauptteils  3
     2.1 Erster Unteraspekt zum zweiten Hauptaspekt
         2.2 Zweiter Unteraspekt zum zweiten Hauptaspekt
         2.2.1 Unteraspekte zu 2.2
         2.2.2 ...
         2.2.3 ...
         2.3 Dritter Unteraspekt zum zweiten Hauptaspekt
     
     3 Dritter Hauptaspekt
         3.1 dgl.
         3.1.1 dgl.
         3.1.2 dgl.
     
     4 Schlussteil/Fazit  
     5 Literaturverzeichnis  
     6 Erklärung  
     7 Anhang  

    Den Rahmen der Facharbeit bilden die Einleitung (Aufbau und Ziel der Arbeit) und der Schlussteil/das Fazit (Ergebniszusammenfassung und Rückbezug zur Einleitung) im Umfang von jeweils ca. ½ Seite.

    Der Hauptteil der Arbeit berücksichtigt die Problemorientierung, die Schwerpunktsetzung und Vielfalt der Aspekte und kann hierbei unterschiedlichen Prinzipien folgen: vom Einzelfall zum allgemeinen Prinzip (abstrahieren) oder umgekehrt (konkretisieren), vom Einfachen zum Komplexen, vom Bekannten zum Neuen, von der These über die Antithese zur Synthese, etc.

    Hinzu kommt das Literaturverzeichnis mit detaillierten Angaben zu den Quellen der Arbeit.

    Die letzte nummerierte Seite enthält die vom Schüler unterschriebene Erklärung (siehe unten).

  • Quellen- und Literaturangaben

    Im Literaturverzeichnis werden die der Arbeit zugrundeliegende Literatur und/oder die ausgewerteten Quellen alphabetisch angeordnet nach den Nachnamen der Autoren oder Herausgeber aufgeführt.

    Beispiele aus einer Facharbeit im Fach Deutsch:

    Verweise auf Bücher:
    Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther. Stuttgart: Reclam Verlag 1998.   oder:
    Goethe, Johann Wolfgang: Die Leiden des jungen Werther. Stuttgart: Reclam Verlag 1998.
    (Die zweite Form der Quellenangabe hat den Vorteil der mühelosen alphabetischen Auflistung im Literaturverzeichnis, sie kann entsprechend auch für Anmerkungen übernommen werden.)

    Verweise auf Aufsätze in Büchern:
    Fritz Müller: „Das Wesen des Tragischen in Goethes ,Werther‘“. In: Hans Meier (Hg.): Gedanken zu Goethes großen Werken. Hamburg: Literatur Verlag 1996. S. 23-68.   oder:
    Müller, Fritz: „Das Wesen des Tragischen in Goethes ‚Werther’“. In: Meier, Hans (Hg,): Gedanken zu Goethes großen Werken. Hamburg: Literatur Verlag 1996. S. 23-68.

    Verweise auf Internetseiten:
    Es ist immer die vollständige Internetadresse der Seite anzugeben mit dem Datum, an dem der Text heruntergeladen wurde.
    Beispiel:
    Otto Schmitt: Karikaturen zu Goethes Werken. Internetadresse (oder URL): http//:www.goethe-illustrationen.de/werther12.jpg vom 12. 03. 2016.

    Wird im eigenen Text aus einer fremden Quelle/Literatur zitiert, ist die Quelle als Fußnote mit dem Hinweis auf die entsprechende Seitenzahl (ggf. Zeilenzahl) in der Quelle anzugeben.
    Beispiel:
    Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther. Stuttgart: Reclam Verlag 1998. S. 3.

    Diese Angaben erscheinen in einer Anmerkung unten auf der Seite oder am Ende des Textes oder bei längeren Texten am Ende des Kapitels. Im eigenen Text wird am Ende des Zitates oder des paraphrasierten Absatzes auf diese Anmerkung durch eine hochgestellte Ziffer [Word: Verweise – Fußnote einfügen] hingewiesen. Wird dieselbe Quelle mehrfach genutzt, können verkürzte Verweise genutzt werden (im ersten Verweis: künftig zitiert als: Goethe: Werther) und auf derselben Seite die Abkürzung „ebd.“. (ebd. Seite 13)

    In anderen Fächern erfolgt die Quellen- und Literaturangabe zum Teil nach leicht veränderten Prinzipien (z.B. in den Naturwissenschaften z.B. Nennung des Verfassers direkt hinter dem Zitat). Hier sind Absprachen mit der betreuenden Fachlehrkraft sinnvoll.

  • Zitate

    Sätze oder Satzteile, die wörtliche aus einer Quelle übernommen werden, sind mit Anführungszeichen als Zitat zu kennzeichnen.  Grammatische Änderungen zur Anpassung an den eigenen Text sowie Auslassungen müssen durch eckige Klammern kenntlich gemacht werden. Zitate dürfen niemals sinnentstellend verwendet werden.

    Zitate können einen eigenen formalen Aufhänger (Begleitsatz) haben (Dies erkennt man an folgender Textstelle: „ Zitat.“) oder als Teil in den eigenen Satz eingebaut werden (insbesondere bei Zitaten unterhalb der Satzlänge). Das zweite Verfahren ist stilistisch das elegantere.
    Verweist man auf ganze Passagen in anderen Werken, die man wegen der Länge nicht zitieren kann, geschieht dies durch den Klammerhinweis (vgl. Meier, a.a.O., S. 12 ff.).

    Beispiele für richtiges Zitieren aus einer Facharbeit im Fach Deutsch:

    1. Die Formulierung „[a]usgesetzt auf den Bergen des Herzens“ [Fußnote] charakterisiert den Grundton des Gedichtes.
    2. Falls überwiegend oder wiederholt auf ein bereits zitiertes Werk zurückgegriffen wird, ist auch der direkte Verweis auf die Textstelle denkbar: Die Formulierung „[a]usgesetzt auf den Bergen des Herzens“ [Vers 1] charakterisiert den Grundton des Gedichtes.
    3. Die Intention der Rede wird vor allem an Goebbels letzter Frage deutlich: „Wollt ihr den totalen Krieg?“ [Fußnote]
    4. Falls diese Rede in ihrer Gesamtheit analysiert wird und häufig aus ihr zitiert wird: Die Intention dieser Rede wird an Goebbels letzter Frage deutlich: „Wollt ihr den totalen Krieg?“ (Z. 59 f.).
    5. Ein Punkt wird nicht als Satzzeichen in das Zitat aufgenommen, wohl aber Frage- und Rufzeichen: Seine Feststellung „Das ist ein weites Feld“ [Fußnote] kommt hier zum letzten Mal vor. Damit bleibt ihre Frage: „Ob wir nicht vielleicht doch schuld sind?“ [Fußnote], unbeantwortet.
    6. Einzelne Begriffe werden grundsätzlich unflektiert, das heißt in der Grundform (ohne Endungen), zitiert: Das Nomen „Berg“ in der einleitenden Verszeile des Gedichtes verweist nicht nur auf den Bereich der Natur.

  • weitere Grundsätze zur formalen Gestaltung

    Schriftgrad (für den normalen Text): 12pt
    Zeilenabstand: 1,5 Zeilen
    Ränder: links: 4 cm, rechts: 2 cm, oben: 3 cm, unten: 2 cm

    Überschriften sollen im Text durch Leerzeilen abgesetzt werden, der Abstand zum vorangehenden Text soll größer sein als der zum folgenden Text. Jedoch soll bei der optischen Gestaltung kein Platz verschwendet werden.

    Der reine Textumfang sollte (ohne Inhaltsverzeichnis und Literaturverzeichnis), wenn vom Fachlehrer/der Fachlehrerin nicht anders vorgegeben, ca. 10 bis 12 Seiten betragen.

    Am Ende der Facharbeit muss als letzte Seite folgende Erklärung stehen und unterschrieben werden:

    "Ich erkläre, dass ich die Facharbeit ohne fremde Hilfe angefertigt und nur die im Literaturverzeichnis angeführten Quellen und Hilfsmittel benutzt habe."

         [Ort], [Datum]                                        [Unterschrift]