Das Fach Physik am Werner-von-Siemens-Gymnasium Drucken E-Mail
„Zum Erstaunen bin ich da.“ (J.W. von Goethe)

Physikalische Phänomene rufen immer wieder Überraschungen und Verwunderungen hervor. Jeder von uns kennt nicht nur unzählige verblüffende Spielzeuge, die auf physikalischen Sachverhalten beruhen, sondern auch berühmte physikalische Formeln oder Theorien, die auf den ersten Blick unverständlich und doch faszinierend scheinen.


Der Physikunterricht am Werner-von-Siemens-Gymnasium hat sich genau diesen Satz von Johann Wolfgang von Goethe zur Aufgabe gemacht: Es gilt die Fähigkeit zum Staunen zu wecken und das Faszinierende an naturwissenschaftlichen Phänomenen zu bewahren.

So gründet sich der Physikunterricht in der Sekundarstufe I in großen Teilen auf Schülerexperimenten, die aus Fragestellungen der Alltagswirklichkeit erwachsen. Dabei planen die Schülerinnen und Schüler eigenständig Versuche, führen diese durch und werten sie anschließend aus. Dieses selbstständige Lernen befähigt die Schülerinnen und Schüler, naturwissenschaftliche Problemstellungen zu erkennen, aus Belegen Schlussfolgerungen zu ziehen und erlerntes Wissen anzuwenden.

Im Unterricht der Sekundarstufe II werden die Schülerinnen und Schüler in Grund- oder Leistungskursen auf das Zentralabitur vorbereitet. Hier steht neben der Entwicklung, Durchführung und Auswertung von Experimenten auch die Mathematisierung physikalischer Theorien im Vordergrund. Dazu gehört es ebenso, ein Problembewusstsein zu schaffen, um mit Hilfe des erlernten Wissens eine sachlich fundierte Beurteilung verschiedener Modelle und Theorien leisten zu können. Diese naturwissenschaftlich-physikalische Bildung trägt so auch dazu bei, sich kritisch mit einer modernen, technisierten und sich ständig verändernden Welt auseinandersetzen zu können.

Um einen vertieften Einblick in die Berufswelt von Physikern oder Ingenieuren und in alltägliche Anwendungsbereiche der Physik zu bekommen, wird großen Wert auf das außerschulische Lernen gelegt. So finden regelmäßig Besichtigungen bei den Stadtwerken Gronau oder Exkursionen, beispielsweise zur Müllverbrennungsanlage in Gescher, statt.

Eine weitere Zusammenarbeit besteht mit den Universitäten Münster und Osnabrück. Hier kooperiert unsere Schule mit den jeweiligen Fachbereichen der Didaktik des Physikunterrichts, um beispielsweise bei der Erforschung und Erprobung neuer Unterrichtsmethoden eine Hilfe zu bieten.

Der Physikunterricht am Werner-von-Siemens-Gymnasium versucht durch diese verschiedenen Aspekte auf vielfältige Weise nicht nur dem oben genannten Leitsatz treu zu bleiben, sondern auch dem Namensgeber der Schule als einem der bedeutensten Naturwissenschaftlern gerecht zu werden. „Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.“ – dieses Zitat Werner von Siemens´ macht dabei mehr als deutlich, dass die Fähigkeit, aufmerksam und forschend durch die Welt und das Leben zu gehen, in besonderer Weise dazu beiträgt, seine Ziele zu erreichen.

Den Schülerinnen und Schülern unserer Schule wünschen wir dabei neben all der Verwunderung und dem Erstaunen über die Physik einen Lernerfolg, den Albert Einstein mit folgenden Worten zur Sprache bringt: "Das Erstaunlichste an der Welt ist, dass man sie verstehen kann."