Historischen Skandal um Anwalt erforscht Drucken E-Mail

Anna Lesniak und Marina Schukow waren erfolgreiche Teilnehmerinnen beim diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Der Wettbewerb wird alljährlich von der Körber-Stiftung organisiert, die ein jährlich wechselndes Rahmenthema vorgibt. In diesem Jahr war eine Arbeit über „Ärgernis, Aufsehen , Empörung. Skandale in der Geschichte" einzureichen.

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[Marina Schukow und Anna Lesniak erhalten eine Auszeichnung des Bundespräsidenten für ihre historischen Forschungen. Mit den beiden freut sich die betreuende Lehrerin, Okka Janssen-Rüße (v. l.).Foto: (Norbert Diekmann)]

Die beiden Schülerinnen des Gronauer Werner-von-Siemens-Gymnasiums, die von ihrer Geschichtslehrerin Okka Janssen-Rüße betreut wurden, haben ein zeitgeschichtliches Thema bearbeitet. In Münster hat in den 60-er Jahren ein selbsternannter Sozialanwalt für Aufsehen gesorgt.

Nachdem dieser sich mit Politikern, Polizei und Gerichte angelegt hatte, geriet er in das Räderwerk der Justiz und Psychiatrie. Die Nachwuchshistorikerinnen des Gronauer Werner-von-Siemens-Gymnasiums haben anhand von historischen Akten und der zeitgenössischen Presseberichterstattung den Fall im Staatsarchiv Münster erforscht und dokumentiert.

Beim diesjährigen Wettbewerb hatten über 3.600 Kinder und Jugendliche insgesamt 1.152 Beiträge eingereicht. Die Jury war der Ansicht, dass der Beitrag der beiden Gronauer Jungforscherinnen preiswürdig sei.

Anna Lesniak und Maria Schukow können sich somit jetzt nicht nur über das Abitur, mit dem sie jetzt ihre Schulzeit am Werner-von-Siemens-Gymnasium abgeschlossen haben , freuen, sondern auch über eine Siegerurkunde und eine Geldprämie des Bundespräsidenten.

[WN Gronau, 24.06.2011]