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Gronau -  Nur ein Tisch, ein Stuhl und das Mikrofon stehen auf der großen Bühne der Aula im des Werner-von-Siemens-Gymnasiums. Hochkonzentriert warten zahlreiche Gäste aus Ahaus, Stadtlohn, Vreden und Gronau auf den Auftritt von Schülern der Gymnasien aus dem „Altkreis Ahaus".

Diese Schüler hatten sich in schulinternen Ausscheidungen als diejenigen durchgesetzt, die einen französischsprachigen Text am überzeugendsten vortragen konnten. In der Anfängergruppe (Sechstklässler) hatten das Alexander-Hegius-Gymnasiumund das Canisius-Gymnasium aus Ahaus, das Georgianum aus Vreden und das Geschwister-Scholl-Gymnasium aus Stadtlohn neben dem gastgebenden Werner-von-Siemens-Gymnasium je einen Teilnehmer ermittelt. Ebenso konnte sich in den Jahrgängen acht/neun sowie in der Oberstufe je Schule ein Wettbewerbsteilnehmer qualifizieren.

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Die Teilnehmer im Vorlesewettbewerb „Französisch" aus Ahaus, Stadtlohn, Vreden und Gronau gemeinsam mit den Mitgliedern der JuryFoto: (Röttig)


Gebanntes Schweigen herrscht am Dienstag dann in der Aula unter den mitgereisten Zuhörern, als die erste Kandidatin nach der Begrüßungsrede des Gronauer Schulleiters zum Mikrofon schreitet und einen vorbereiteten Text mit Bravour vorträgt. Sie erntet freundlichen Beifall.

Die Gronauer Lehrerinnen Daniela Müller, Simone Sander, Tatjana Winkler und Berit Frank hatten die Vorbereitung des Wettbewerbs übernommen. Während die jüngeren Teilnehmer sich eher an Lehrbuchtexte hielten, wagten sich die älteren auch an kompliziertere Sachtexte oder präsentierten Ausschnitte aus Erzählungen. 

Nachdem im ersten Durchgang jeder Kandidat einen vorbereiteten Text in maximal drei Minuten vorgetragen hat, folgt nach einer kurzen Pause der zweite Durchgang. Dabei muss jeder Teilnehmer einen unbekannten Text vortragen.

Den drei Juroren machten es die Teilnehmer nicht leicht, wie Vulcain Duquesne aus Münster erläutert. Er habe, so führt er am Ende aus, gemeinsam mit seinen Mitjuroren Ninawa Afram-Khoury aus Gronau und Bruno Allanel aus Lengerich hervorragende Vorträge gehört. Besonders hob er den Mut der Teilnehmer hervor, sich in dieser riesigen Halle auf die Bühne zu wagen und vor großem Publikum seinen Text zu sprechen. „Heute habt ihr alle gewonnen", ruft er den Teilnehmern zu. Allen Zuhörern ist schon vor der Bekanntgabe des Ergebnisses klar, dass es ein „Kopf-an-Kopf-Rennen ist. Nur kleine Unterschiede in der Bewertung geben letztendlich den Ausschlag über Gewinn und Platzierung.

Kreismeisterin wurde bei den Schülern des ersten Sprachenjahrs Christin Helling vom Gronauer Gymnasium. Platz zwei erreichte Johannes Robers aus Vreden, während Kai Wessendorf vom Canisius-Gymnasium, Yasemin Habal vom Alexander-Hegius-Gymnasium in Ahaus und Selina Gebel aus Stadtlohn sich den dritten Rang teilten.

Sara Roters, die sich schulintern am Stadtlohner Geschwister-Scholl-Gymnasium qualifiziert hatte, erreichte bei den Mittelstufenschülern Platz eins vor Tim Robers vom Georgianum in Vreden. Den dritten Rang teilten sich Naomi Legin aus Gronau und Felix Heinz vom Alexander-Hegius-Gymnasium in Ahaus.

Mit einer ganz hervorragenden Leistung gewann Elena Büter vom Martinum in Vreden den Wettbewerb der Oberstufenschülerinnen. Platz zwei konnte Kira Ungruh von der Bischöflichen Canisius-Schule in Ahaus erreichen. Den dritten Platz teilte sich Katrin Leuders vom Gronauer Gymnasium mit einer Schülerin aus Stadtlohn.

WN Gronau - 15.07.2011