Bunte Abende der Abiturientia am Werner-von-Siemens-Gymnasiums Drucken E-Mail

Junge Männer im Tutu, Sketche, selbst gemachte Musik: Kurz bevor für die Abiturienten die Prüfungen anstehen, präsentieren sie sich von einer kreativ-komischen Seite: beim alljährlich stattfindenden Bunten Abend.

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(Immer wieder gern gesehen, immer wieder adrett: ein Männerballett. Foto: Sigrid Winkler-Borck)

 

Einen im wahrsten Sinne des Wortes „Bunten Abend" bot die Abi­turientia am Mittwochabend ihrem Publikum: Akrobatik, Gesang, Tanz und Sketche wechselten sich ab. Aarons „Düsenflieger" und „99 Luftballons" singende „Engel" gestalteten den schwungvoll-musikalischen Auftakt. Das Schwarzlichttheater - Programmpunkt vieler vorheriger Bunter Abende - war ein regelrechtes Highlight. Ausschnitte aus bekannten Musicals wie „König der Löwen" und „Dirty Dancing" sowie aus Filmen wie „Harry Potter" und „Fluch der Karibik" sind zu sehen - Glanzlicht ist jedoch der spektakuläre „Moonwalk". Jeweils ein Jungen- und ein Mädchen-Duo demonstrierten sportlich-akrobatische Höchstleistungen mit Turn- bzw. Kampfsportdarbietungen. Durchaus sportlich war auch der Tanz hinter der Schattenwand, bei dem drei junge Damen von drei Herren mit deutlich weniger laszivem Ausstrahlungsvermögen abgelöst wurden. Wie diese Tanzdarbietung wurde viele Beiträge mit einem Augenzwinkern präsentiert. Die Abiturientia schien sich auf angenehme Weise selbst nicht so ernst zu nehmen.

Ein den Fernsehgewohnheiten der zukünftigen Ex-Schüler geschuldeter Programmpunkt war „Das Supertalent", mit den drei Juroren Bruce, Sylvie und Dieter. Besonders die Sylvie- und Bruce-Darsteller verstanden es, die beschränkten Deutschkenntnisse der Originale auf die Schippe zu nehmen. Mit einer Live-Schaltung in den Backstage-Bereich, wo sich teils dramatische Szenen um ein zurückgewiesenes Model mit Oberzicke Heidi Klum alias Frau Lebe abspielten, wurde ein Blick hinter die Kulissen gewährt. In die Rollen der fernsehbekannten „Beraterinnen" Kallwass und Saalfrank waren Backstage die Lehrerinnen Dr. Bickmann und Köhler geschlüpft. Auch Lehrer Hoogstoel punktete als „Karl Lagerfeld".

Hauptakteure auf der Bühne jedoch waren die Abiturienten. Ob als Stufenband, die mit vier Akkorden ganz schön viele Popsongs als Potpourri servierte, oder Annalena und Yannik unplugged bzw. Hanna und ihre Schwester mit Geige und am Flügel - die musikalischen Leistungen waren breit gefächert. Tänzerisch hatten die jungen Leute ebenfalls einiges zu bieten. Der Loriot-Sketch über die Eheberatung fand genauso Lacher wie der Sketch über „Die Rechenaufgabe".

Teile der Abiturientia sind offensichtlich tief mit der heimischen Region verwurzelt, wie die kurzen Einlagen eines plattdeutsch sprechenden Agrarökonomen-Trios bewiesen. Ausgesprochene „Rampensau" war Benjamin Basmaci, der nicht nur als Männerballett-Tänzer, „Moonwalker" und Jurymitglied „Bruce" sondern auch als Moderator mitwirkte. Seine Moderatoren-Kollegin Gina Murgia und er hielten ihre Ansagen jeweils kurz und pflegten dabei einen recht schnoddrigen Umgangston auf Augenhöhe

Quelle: WN Gronau