Projekttag am Gymnasium - Mit viel Theater gegen Mobbing Drucken E-Mail
Gronau - Mit dem Thema Mobbing beschäftigten sich am Montag die Sechstklässler des Gymnasiums. Zu Gast war das Projekt „Spotlight - Theater gegen Mobbing".

Ein eigenes kurzes Theaterstück brachten die Sechstklässler am Ende nicht auf die Bühne - obwohl sie daran im Klassenverband gearbeitet haben. Es wäre aber zu persönlich gewesen, erklärte die Diplom- und Theaterpädagogin Annette Michels: Immerhin ging es dabei um ganz konkrete, selbst erlebte Situationen zum Thema Mobbing. Damit setzten sich die rund 120 Schülerinnen und Schüler am Montag bei einem Projekttag auseinander, den ein Team des Vereins „arbeitskreis soziale bildungs und beratung" (asb) gestaltete.

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(Mit einem Theaterstück des „Spotlight"-Teams startete und endete der Projekttag für die rund 120 Sechstklässler in der Aula des Gymnasiums. Foto: mfk)

„Spotlight - Theater gegen Mobbing" heißt das Projekt, mit dem der asb am Werner-von-Siemens-Gymansium zu Gast war. Es ist ein Baustein der Aktion „Stark im MiteinanderN" von Westfälischer Provinzial, dem Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, dem asb und der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster. Zu dem Aktionsangebot gehört auch das „Fair Mobil", das schon des Öfteren an Gronauer und Eper Schulen unterwegs war. Ziel aller Bausteine ist es, eine kon­struktive Konfliktkultur an den Schulen zu etablieren.

An „Spotlight" allerdings nehmen nicht nur Schüler teil: Das Projekt beinhaltet auch Fortbildungen für Lehrer. Daran hatte im vergangenen Jahr Susanne Blöbaum, Lehrerin des Werner-von-Siemens-Gymansiums, teilgenommen - und das „Spotlight"-Team nun nach Gronau geholt. Auch diesmal waren wieder Lehrer anderer Schulen als Hospitanten beim Projekttag dabei.

Der startete mit einem Theaterstück des achtköpfigen asb-Teams: In fünf verschiedenen Szenen bzw. „Spotlights" zeigte es die verschiedenen Facetten eines Mobbingprozesses. Ratlosigkeit jedoch herrschte am Ende darüber, wie die dargestellten Konflikte zu lösen sind. An dem Punkt kamen die Sechstklässler ins Spiel.

Sie nahmen die Theaterszenen mit in ihre Klassen. Dort nähert sie sich zunächst ganz allgemein dem Thema Mobbing, fragten sich, was das eigentlich ist und wie dagegen angegangen werden kann, zum Beispiel durch Einbeziehung der Zuschauer. Mit ganz konkreten, selbst erlebten Mobbing-Situationen setzten sich die Schülerinnen und Schüler dann in kleineren Gruppen auseinander. Dabei setzte das Team auch in der praktischen Arbeit auf Rollenspiele: „Wir machen damit sehr gute Erfahrungen", erklärte Projektleiter Andreas Raude. „Gerade über die Theaterform wird sehr viel transportiert."

Damit endete auch der Projekttag für die Sechstklässler: In der Aula des Gymnasiums löste das asb-Team das Stück vom Morgen auf. Und sie appellierten an die jungen Zuschauer, eine wirkliche Klassengemeinschaft zu bilden: „Tut euch zusammen und macht etwas Tolles daraus. Das könnt nur ihr in Angriff nehmen!"

Quelle: WN Online Gronau, 06.03.2012 (Markus Kampmann)