Mein Spiegelbild - Lyrik der Jahrgangsstufe EF Drucken E-Mail

Wenn ich dich hier so betrachte,

sogar manchmal danach schmachte,

sehe ich gleich tausend Sachen,

die mir Kopfzerbrechen machen.

Meine Haare wie ein Penner,

ach, die Beine noch viel schlimmer,

wie ein Mammut steh ich da,

bitte nicht!

Doch wird mir klar,

dass Menschen ganz verschieden sind

und weil sie nicht perfekt aussehen

sollte man doch zu sich stehen.

(L.H.)

Das bin ich also. Eigentlich sehe ich wie immer aus. Aber wie sehe ich aus? Blaue Augen, braune Haare, klar. Doch irgendetwas ist immer anders. Das, was uns ausmacht. Ein Lächeln, wenn ich glücklich bin. Traurige Augen mit Tränen wenn ich traurig bin.

Mein Spiegelbild ist mein Weg zur Seele. Aber trotzdem kann ich ihn verstecken. Wenn man tut, also ob man glücklich ist. Wenn ich die Tränen wegwische und die Lippen, auch manchmal mit harter Arbeit, nach oben ziehe.

Aber es ist klar, dass dieses Lächeln falsch ist. Dies hier ist zum Beispiel mein wahres Lächeln. Mir geht es gerade gut. Es ist ungezwungen und ehrlich. Ich überlege, warum ich hier stehe. Ich mache große Augen, kneife sie zusammen, spiele mit meinem Gesicht.

Mein Spiegelbild sagt aus, wie es mir geht. Es sagt aus, wer ich bin. Doch ich entscheide selbst ob mein Gesicht lügt oder die Wahrheit sagt. Ich bin gerade müde, ich glaube man sieht es mir an. Ich schaue in mein Gesicht und denke daran, was ich bin. Wo ich bin. So viele Details. Eine Sommersprosse und ein Flecken Haut. Mein Haaransatz, meine Frisur. Das bin ich also.

(L.R)

 

Ja Junge du hast Macken,

bist nicht top,

am verkacke,

wie ein Flop.

 

Du bist nicht der große Sieger,

bester Mann,

kein Überflieger,

kommst nicht dran.

 

Ach bei all den schlechten dingen,

die dich zwingen,

bist nur du ganz allein,

nicht ganz klein.

 

Nein sogar recht groß,

mit elegantem Schoß.

Du selbst machst dich aus,

gehst oft raus.

 

Am Ende bist du ohne frage

ein toller, feiner Mann,

keiner kann da klagen,

der ALLES sein kann!

(Sebastian Dues)

 

Ja, da bist du ja schon wieder. Ich sehe dich jeden Morgen, jeden Mittag und jeden Abend, oft auch wenn ich im Alltag in Fenster oder Pfützen schaue.

Ich so gesprächig und du so still. Ich weiß wie es in mir aussieht, weiß aber auch wie es in dir aussieht. Alles was ich fühle und sage zeigst du, ob du willst oder nicht.

Du teilst alles Leiden und alle Freude mit mir und du bist immer meiner Meinung, sozusagen der stumme, beste Freund der sich gelegentlich über einem Waschbecken blicken lässt. Doch fern von diesem Gedanken bist du die Hülle und ich die Fülle.

Kann ich ohne dich? Kannst du ohne mich? Nur ein Spiegelbild...

So, jetzt nur noch die Hände abtrocknen, auf zurück in den Alltag!

(Marvin Scharmin)

Spiegelbild_-_Bild_1

Spiegelbild_-_Bild_2