Von allen guten Göttern verlassen Drucken E-Mail

„AbiLymp – die Götter gehen", hatten sich die mehr als 160 Abiturienten als Motto für ihren Abschied vom Werner-von-Siemens-Gymnasium einfallen lassen.

Göttervater Zeus hatte offenbar nur bis neun Uhr ein Wohlgefallen an dem Treiben: Dann drückte er – auch Wettergott der Griechen – dem Chaostag der Abiturientia 2013 mit Blitz und Donner seinen Stempel auf.

130622 - Chaostag

(Bildtext: Auf Händen getragen: Stufenlehrer Dr. Ulrich Fleischer wurde wie die Kollegen Alexandra Book und Norbert Diekmann auf einer Sänfte zur Bühne gebracht. Foto: Klaus Wiedau - Fotostrecke)

 „AbiLymp – die Götter gehen", hatten sich die mehr als 160 Abiturienten als Motto für ihren Abschied von der Schule einfallen lassen. Passend dazu mussten sich Lehrer und Schüler ihren Weg auf den Schulhof durch ein Labyrinth (Bauzaun-Parcours mit Hindernissen) suchen. Auf einer großen Bühne wartete tanzend hinter der Schule die Abiturientia mit Brot und Spielen auf die Mitschüler. Eine vorbereitete Seifenschaum-Arena ging allerdings nicht in Benutzung: Helmut Seifen, der „Zeus" des Gymnasiums, hatte sie kurzerhand sperren lassen, weil die Schaumspur sonst durch das gesamte Schulgebäude getragen worden wäre.

Im wahrsten Sinne des Wortes auf Händen getragen wurden an diesem Morgen die Stufenlehrer Alexandra Book, Dr. Ulrich Fleischer („Wenn Sie mich noch einmal mit Herr Dr. ansprechen, nehme ich eine Praxisgebühr von Ihnen") und Norbert Diekmann: Alle drei wurden auf einer Sänfte zur Bühne gebracht – weiße Gewänder und goldene Lorbeerkränze wiesen das Trio als besondere Götter aus. Ein Wissensquiz absolvierten die drei Pädagogen mit Bravour – Diekmann „sahnte" am Ende einen Fresskorb mit griechischen Spezialitäten ab. Nicht um Wissen, sondern um Kraft ging es danach bei der Schüler-„Olympiade": Schüler der verschiedenen Jahrgänge konnten sich im Armdrücken messen. Zwischendurch regnete es für den alle anderen Mitschüler Bonbons.

Nach dem „Chaos" auf dem Schulhof machten sich die Abiturienten – die meisten inzwischen pitschnass – auf den Weg zum Gronauer Olymp – dem Rathaus, wo „Athene" (alias Bürgermeisterin Sonja Jürgens) als „Schutzgöttin Gronaus" die Schüler kurz empfing. Und natürlich verließ die Abiturientia das Rathaus nicht, ohne den seit Jahren obligatorischen Aufkleber an der Holzwand des Sitzungssaales zu platzieren. Der große offizielle Tag der scheidenden Gymnasiasten ist am kommenden Samstag, wenn die Entlassfeier in der Schule und abends der Abschlussball in der Eper Reithalle stattfinden. Ob Zeus an diesem Abend zugegen sein wird, wissen nur die Götter.

Quelle: WN Gronau, 20.06.2013