Die Götter feiern - Abiball 2013 Drucken E-Mail

„Abilymp – die Götter gehen" – das war das Motto der Abiturientia des Gronauer Werner-von-Siemens-Gymnasiums. Nach der Abiturfeier am Samstagvormittag ging es abends in festlicher Kleidung zum Ball.

Den zwölf Göttern des Olymp wurden übernatürliche Fähigkeiten nachgesagt: Sie könnten Menschengestalt annehmen und würden dann manchmal auf die Erde herabsteigen. Im Charakter sehr verschieden, hatte Göttervater Zeus es sicher schwer, jedem von ihnen gerecht zu werden. Doch gleichzeitig 173 Götter und Göttinnen aus dem doppelten Abiturjahrgang zu führen, ist eine wahrlich heroische Aufgabe, die am Samstag mit der feierlichen Zeugnisübergabe im Werner-von-Siemens-Gymnasium ein glückliches Ende nahm.

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(Bildtext: Abiturientinnen aus Gronau freuen sich beim Abiball. Foto: Angelika Hoof - Fotostrecke

Das Motto der Entlassschüler: „Abilymp – die Götter gehen" fand sich wieder in den Worten der Redner. Schulleiter Helmut Seifen beglückwünschte die Abiturientinnen und Abiturien: „Wir haben es offensichtlich geschafft, den göttlichen Funken bei Ihnen zu entzünden und zu einer hellen Flamme auflodern zu lassen." Er erinnerte mit Goethes „Iphigenie auf Tauris" daran, dass Humanität gerade darin bestünde, im anderen Menschen den gleichwertigen Partner zu sehen und forderte die Schüler auf, „sich einzureihen in die Schar derer, die das göttliche Licht in die Welt tragen", sodass sie nach Goethes Auftrag lebten: Der edle Mensch sei hilfreich und gut!

Rainer Doetkotte, stellvertretender Bürgermeister, mahnte: „Die größten Herausforderungen liegen noch vor Ihnen", und ergänzte ermutigend: „Sie haben Lern- und Leistungsfähigkeit bewiesen, Sie sind gewappnet für die weiteren Aufgaben. Sie können und dürfen Ihre Zukunft mit Mut und Zuversicht angehen." Er gab den jungen Menschen aber auch sein Anliegen mit auf den Weg, „nicht nur den eigenen Kurs zu planen und zu verfolgen, sondern auch in der Gesellschaft eine aktive Rolle zu übernehmen." Doetkotte lobte besonders die Arbeit der Organisatoren des Abi­balls. Das siebenköpfige Team hat im Mai für sein Konzept den in vier Bundesländern ausgeschriebenen und mit 2000 Euro dotierten „Abi Event Award 2013" gewonnen.

Als Elternvertreter der Abiturientia überraschte Jörg Lenz mit einem kleinen Exkurs ins Lateinische und erläuterte den Wortursprung des „Abiturs": abire – von einem, der fortgeht. „Die Welt in der Zukunft wird das sein, was ihr daraus macht. In eure Hände legen wir Älteren irgendwann unser Schicksal. Macht durch euer Leben, durch euer Denken, durch euer Tun die Welt da, wo ihr seid, zu einem menschlicheren Ort", bat er abschließend.

Die vier Stufenleiter witzelten in einer lockeren Parodie gemeinsam über G8-er und G9-er, über Stufenfahrten, Abiturprüfungen und sich selbst. Chemielehrer Ulrich Fleischer erhielt bei seinem Auftritt als rasender Postbote stürmischen Applaus aus dem Saal.

Musikalisch aufgelockert wurde die Feier von den Schülern Hendrik Suilmann (Klavier), Lisa Heuer (Querflöte) und Marcel Bächler (Klavier).

Vor der Zeugnisvergabe erinnerten die beiden Jahrgangssprecher, Carolien Bauer und Michael Koddebusch, an die zurück liegende Zeit und die damaligen Ängste vor dem Zusammenlegen der Abiturjahrgänge. Wie gut die Schülerinnen und Schüler diese Herausforderung gemeistert haben, zeigen die Ergebnisse der Prüfungen: Allein 17 Abiturienten schließen die Schule mit einer „Eins vor dem Komma" ab.

Carolien Bauer und Armin-Laszlo Halbach schafften einen Durchschnitt von 1,0 und wurden für ihre Leistungen zusätzlich ausgezeichnet.

Quelle: WN Gronau, 24.06.2013