Ungarnaustausch 2013 Drucken E-Mail

Von der Reise nach Ungarn die vom Montag dem 1.10 bis zum Freitag dem 11.10.2013 mit Schülern der 8, 9 und 10 Stufe stattgefunden hat, gibt es Einiges zu erzählen.

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 (Foto: Privat)

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Schon bei der Anreise zum Flughafen nach Dortmund herrschte eine gute Stimmung im Bus und es wurden schon fleißig Witze miteinander gemacht. Auch unsere begleitenden Lehrerinnen, Frau Rasch und Frau Pietschmann, hatten schon Spaß am grünen Koffer einer Schülerin gefunden und nannten ihn von nun an >>Frosch<<, mit der These, sie hofften, dass er irgendwann zu einem Prinzen wird.
Am Flughafen angekommen vertrieben sich die Schüler die Wartezeit erstmals durch diverse Kartenspiele. Doch dann ging es schon los und wir saßen alle gespannt im Flugzeug und erwarteten unsere Ankunft in Budapest.
Dort angekommen sank die Stimmung ein bisschen, denn wir hatten einen Tag mit schlechtem Wetter erwischt. Jedoch hielt uns das noch lange nicht davon ab wieder für Stimmung zu sorgen und somit unsere Lehrer bei der Arbeit zu halten. Während der dreistündigen Busfahrt nach Mezöberény wurde schon klar, dass Ungarn anders ist als Deutschland. Besonders aufgefallen sind die im Gegensatz zu Deutschland ziemlich baufälligen und renovierungsbedürftigen Häuser.
Von Durst geplagt waren wir gezwungen erst einmal Wasser zu kaufen und so setzten wir Schüler unseren ersten richtigen Schritt auf ungarisches Land. Nach kurzer Pause ging es dann aber auch schon wieder weiter und wir erreichten, leider im Regen, unser erstes Ziel in Mezöberény, das >>Petöfi Sándor Gimnázium<<, eine sehr große Schule, bestehend aus 2 Gebäuden. Wir wurden herzlichst von unseren Austauschschülern in Empfang genommen und in die für uns zur Verfügung gestellten Zimmer gebracht. Doch schon nach kurzer Zeit gingen wir direkt zu dem Hotel, wo wir auch in den nächsten Tagen zum Essen verabredet waren. Aufgefallen ist direkt, dass sie extra für uns einen eigenen Raum herrichteten. Nach dem Essen ging es dann aber wieder zurück zum Internat und der erste Tag endete ruhig, da noch alle von der Anreise erschöpft waren.
Der nächste Tag startete aber dann auch wieder schnell, denn wir wurden freundlicherweise von der Schulleiterin empfang und in die Schule eingewiesen. Dort besuchten wir noch den Unterricht unserer Gastgeber, den die Lehrer dann extra auf Deutsch hielten, aber besonders anders war der Unterricht vom Deutschen her nicht.
Nach dem Unterricht stärkten wir uns wieder im Hotel und machten uns auf dem Weg zum Rathaus von Mezöberény, wo wir netterweise von der stellvertretenden Bürgermeisterin empfang wurden. Sie hat sich viel Zeit genommen, um uns in der Stadt zu begrüßen und ein paar Sachen aus der Geschichte mit Gronau zu erzählen. Nach der Führung durchs Rathaus hatten wir dann aber ein bisschen Freizeit, um uns in der Stadt umzusehen und trafen uns dann wieder zum Essen.
Zurück im Internat herrschte erstmals Langeweile, doch wie es sich gehört, lösten die Schüler das Problem durch witzige Rollenspiele und Spitznamen, die die ganze Reise über gehalten haben.
So brach auch der zweite richtige Tag an, an dem wir wieder zuerst den Unterricht unserer Gastgeber und zudem den Deutschunterricht verschiedener Klassen besuchten, in denen wir fürs Lernen des Deutschreden sehr gefragt waren.

Am Mittag trafen wir uns dann zu einer gemeinsamen Kutschfahrt zur Madarász Farm. Man muss erwähnen, dass wir dort sehr leckeren Palatschinken mit Nutella und Marmelade bekamen, der dementsprechend genauso schnell weg war wie da. Jeder, der wollte, konnte ein paar Runden auf einem Pferd reiten. Das war eine sehr witzige Angelegenheit, wenn man es nicht konnte, aber zum Glück waren immer Freunde zur Stelle, die einem notfalls auch herunter halfen. Wir besichtigten noch das dort vorhanden Museum, das von der EU mit ca. 22.000 Euro unterstützt wurde.

Am nächsten Tag fuhren die Schüler mit ihren Gastgebern übers das Wochenende nach Hause und besuchten mit deren Eltern und Familien jede Menge Orte, wie Zoos und Parks. Dies war je nach Familie woanders, jedoch war jede Familie sehr nett und zuvorkommend und wollte nur das Beste für ihren Gast.
Am Montag, dem Anfang der neuen Woche, fing das festgelegte Programm dann wieder an und wir besuchten wie immer zuerst den Unterricht der Gastgeber. Mittags machten wir uns dann auf den Weg und starteten eine Fahrradtour, natürlich mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen, und fuhren durch die Landschaft Ungarns, wo einem auch einige Tiere, wie Füchse, über den Weg laufen konnten. Es gab sogar den Vorfall, dass eine Schülerin einen armen Hund mit einem Schwein verwechselte, was für großes Gelächter sorgte.
Wir erreichten die Stadt Bekes und aßen ein Eis.
Abends in Mezöbereny angekommen spielten wir Schüler Verstecken. Frau Rasch merkte dies und ließ sich sogar dazu überreden eine Runde mitzuspielen. Die Zeit schwand und die Schüler mussten sich wieder ins Gebäude begeben, da die Tür jede Nacht verschlossen wurde.
Der neue, letzte Tag brach an in Mezöberény und wir besuchten zu guter Letzt zwei Betriebe, die ebenfalls wie das Museum von der EU gefördert wurden. Sie haben beide klein angefangen, aber sind jetzt sehr bekannt. Auch dieser heiße Tag verging schnell, doch es geschah noch etwas Besonderes, denn beim Essen im Hotel blieb im Gegenteil zu sonst nichts übrig, es war endlich alles gegessen worden, was uns sehr freute.
Am Mittwoch ging es dann aber sehr früh los, denn der Zug nach Budapest fuhr schon um 8:30 Uhr ab. Wir verabschiedeten uns von unseren Gastgebern und verließen traurig vom Abschied und zugleich mit Freude auf Budapest Mezöberény.
Angekommen in Budapest wurde es witzig. Zuerst probierte die ungarische Lehrerin Stadtpläne zu besorgen, doch die Frau, deren Beruf es war sie abzugeben, war stur und wollte ihr nur einen geben. Dann probierte es Frau Pietschmann und kehrte aufgeregt ebenfalls nur mit einem zurück. Jetzt reichte es Frau Rasch und sie ging hin. Nach längerer Zeit des Wartens kam Frau Rasch mit einem verschlagenen Lächeln im Gesicht zurück und hielt mehrere Pläne in den Händen. >>Ich rühr mich kein Stück<< klappt anscheinend doch, auch wenn man sich so vielleicht nicht unbedingt Freunde macht, aber wir hatten die Pläne, also auf ging's. Wir fuhren mit der U-Bahn und liefen dann zum Hotel, stellten die Koffer ab und machten uns fertig. Und schon gingen wir in den Großstadtdschungel. Wir schauten uns die Stadt grob an und hatten ein bisschen Zeit, um uns umzusehen und zu essen. Besonders gefallen hat allen >>Budapest by night<<. Es war schon sehr beeindruckend, wenn alles beleuchtet und erhellt ist. Doch müde und geschafft begaben wir uns eher als geplant ins Hotel und verlegten einige Dinge auf den nächsten Tag.
Dieser startete mit einem leckerem Frühstück im Hotel, gefolgt von einer Schiffsfahrt auf der Donau, bei der wir noch einmal alle großen Sehenswürdigkeiten sahen und Hintergrundinformationen dazu erhielten.
Dann fuhren wir noch mit der Gondel den berühmten Gellért Berg hoch, den man sehen muss, wenn man in Budapest ist. Es ist wie eine Stadt in einer Stadt. Es gibt einen großen Konzerthof und eine Burg, die es sich wirklich zu sehen lohnt.
Danach waren wir in einem Einkaufzentrum und hatten lange Freizeit um zu shoppen und zu essen. Leider ging der letzte Tag in Budapest schneller um als gehofft und wir sahen uns abends im Hotel wieder, wo alle müde in ihre Zimmer gingen.
Der nächste Tag war leider schon Freitag, der 11.10.2013, unser Heimreisetag. Wir packten unsere Koffer und machten uns auf den Weg nach Hause. Die Zeit ging schneller um als erwartet und alle fanden die Reise fantastisch und würden jederzeit wieder mitkommen.

 

Ulf Tegetmeyer-Kleine