Start ins neue Schuljahr ohne drei „Instituitionen“ Drucken E-Mail

Pensionierungen am Werner-von-Siemens-Gymnasium

Am Mittwoch ist das Werner-von-Siemens-Gymnasium in das neue Schuljahr 2015/16 gestartet, allerdings nun ohne „drei Lehrkräfte, die über drei Jahrzehnte das WvSG in erheblicher Weise mitgeprägt haben", wie es Schulleiter Helmut Seifen ausdrückt.

                               Diekmann                                Gronau-Mit-Es-ist-ein-Elch-entsprungen-auf-das-Siegertreppchen-gelangt1 image 630 420f wn                                Hoogstoel                     

                                Norbert Diekmann                                   Magrit Grosche                                          Rolf Hoogstoel

 


Magrit Grosche unterrichtete seit 1976 die Fächer Deutsch, Russisch, Literatur und Kunst mit großem Engagement. Als kulturbegeisterter Lehrerin gelang es ihr, jungen Menschen klassische und moderne Literatur nahezubringen, sie fürs kreative Schreiben oder das Theaterspiel zu begeistern. Über das Unterrichten hinaus hat sie lange Zeit Arbeit für die Schülerbücherei geleistet und den „Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels" in den sechsten Klassen am WvSG organisiert.
1987 kam Rolf Hoogstoel ans Werner-von-Siemens-Gymnasium, der bei dem schon damals bestehenden Mangel an Physiklehrern einen besonders wichtigen Zuwachs für das Kollegium bedeutete, weswegen er sein Zweitfach Erdkunde seltener unterrichtete. Er hat sich als Koordinator des naturwissenschaftlichen Aufgabenfeldes besonders für das Zusammenwirken der Fächer Physik, Chemie und Biologie sowie deren Raum- und Ausstattungsanforderungen – vor allem bei der Modernisierung des entsprechenden Gebäudetraktes – verdient gemacht. Die erfolgreiche Planung und Durchführung von Exkursionen, Wandertagen, Studien- und Klassenfahrten waren ein weiterer Aufgabenbereich von Rolf Hoogstoel.
Norbert Diekmann, Lehrer für katholische Religionslehre, Politik und Sozialwissenschaften, war seit 1989 nicht nur begeisterter Lehrer seiner Fächer, der seinen Schülern, wie es Schulleiter Helmut Seifen formuliert, den „unausrottbaren Traum des Menschen von der Freiheit in seinem sozialen Gefüge" vermittelte. Als sorgfältiger Archivar und Forscher war Norbert Diekmann gewissermaßen das „Gedächtnis" der Schule und informierte die Öffentlichkeit nicht nur durch die langjährige Redaktion des Jahresheftes und der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Gymnasiums im Jahr 2003, sondern auch durch ein Vielzahl von Mitteilungen, Berichten und Ankündigungen in Wort und Bild in der Lokalpresse. Besonders am Herzen lag ihm die Schulpartnerschaft mit dem Sandor-Petöfi-Gimnazium im ungarischen Mezöberény. Sein Einsatz für den Kontakt Jugendlicher aus Deutschland und Ungarn wurde 1997 vom ungarischen Bildungsministerium mit dem Orden „Pro Cultura Hungarica" gewürdigt.
Allen drei Lehrkräften dankte Schulleiter Helmut Seifen ausdrücklich für ihre geleistet Arbeit für das Werner-von-Siemens-Gymnasium Gronau und wünschte ihnen alles Gute, Gesundheit und Tatkraft für den folgenden Ruhestand.
Einen weiteren Dank sprach er an Werner Riedel aus, der – bereits im Ruhestand – wegen Fachlehrermangels noch einmal für ein halbes Jahr eingesprungen war, um den Unterricht sicherzustellen.